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Endlich aus dem Schatten getreten
Mit der Version 1.1 zieht das freie Anwendungspaket OpenOffice gleich

Bielefeld. Für die tägliche Fahrt ins Büro kauft man üblicherweise keinen mehrer hunderttausend Euro teuren 40-Tonner. Trotzdem tun dies die meisten Computerbenutzer im übertragenen Sinne: Zum Schreiben und Tabellen erstellen benutzten sie meist das häufig mit Funktionen – und bei neuen Versionen auch mit Fehlern – beladene Office-Paket des Software-Riesen Microsoft. Dabei steht mit dem OpenOffice in der Version 1.1 nun eine Alternative bereit, die nicht nur ebenso viel kann. Sondern obendrein kostenlos ist.

Vier Anwendungen zum Schreiben, Tabellen verarbeiten, Zeichnen und Präsentieren bietet die Software. Zwei Jahre gibt es sie bereits – mit der aktuellen Version allerdings zieht sie erstmals mit dem Microsoft-Produkt gleich: So muss der durchschnittliche Privat- und Geschäftsanwender etwa beim Schreiben auf keine liebgewonnene Funktion verzichten: Änderungen verfolgen, Serienbriefe, Dokumentvorlagen und sogar Rechtschreibprüfung und Thesaurus. Das freie Schreibprogramm bietet dies alles unter einer zunächst etwas gewöhnungsbedürftigen Bedienoberfläche. So gibt es einen Stylisten. Er weist Formatvorlagen zu. Doch im Alltag erweist er sich als ein praktischer Alleskönner.

Auch die Tabellenkalkulation „Calc“ steht seinen Microsoft-Pedant in Nichts nach. Pivottabellen beherrscht es ebenso wie eine ausgeklügelte Graphenerzeugung. Auch Präsentationen und Webseiten lassen sich mit der Paket ebenso leicht und komfortabel erstellen.

Seine alten Datei muss man allerdings nicht auf den elektronischen Müll werfen: OpenOffice liest und schreibt in der Praxis viele gängige Dateiformate fehlerfrei. Und es kann noch einiges mehr: Zum Speichern der Dateien wird ein so genanntes „offenes Format“ benutzt. Dies ist, anders etwa als die Word-Dateien – deren genauen Aufbau der Konzert aus Texas bislang geheim hält –, auch noch in hundert Jahren problemlos lesbar. Zudem kann jede Datei ins Format PDF (Portable Document Format) umgewandelt werden. Um dieses häufig zum Austausch im Internet genutzte Format schreiben zu können, braucht der Microsoft-Kunde wiederum teure Software.

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