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Oerlinghausen (lex). Den Armin Maiwald kennt jeder. Das ist der von der Sendung mit der Maus. Der kam am Wochenende ins Freilichtmuseum. Zwölf Leute zeigten ihm in einem langen komischen Haus, was Germanen in der Eisenzeit den lieben langen Tag so gemacht haben. Warum auch noch zwei Kühe dabei waren das verraten wir nach der nächsten Maus.
Die Varusschlacht ist heute vor allem Legende: Der Ort der Kämpfe ist nicht zweifelsfrei gefunden. Hermann, der Cheruskerfürst, dem das Denkmal gewidmet ist, hieß eigentlich Arminius und war römischer Ritter.
Warum ist das so? Die Sendung mit der Maus möchte mit einer halbstündigen Spezialsendung aufklären. Über den Verlauf der Schlacht, das Leben des Arminius und den Alltag der Germanen soll sie historisch möglichst exakt berichten.
Die Maus das ist die Redaktion der Filmproduktionsfirma Flash von Armin Maiwald. Bereits seit dem Herbst des vergangenen Jahres recherchierten Maiwald und seine Mitarbeiter für das Thema Varusschlacht: interviewten Dutzende Experten, lasen Bücher, darunter auch das des antiken Historikers Tacitus. Nun ist das Drehbuch fertig. Und als Drehort sieht es auch das Freilichtmuseum vor.
Das Maus-Spezial soll auch das Leben jener Menschen zeigen, die dem römische Statthalter Varus die empfindliche Niederlage beibrachten. Wie macht man das? Man lädt erfahrene und bewanderte Germanen-Darsteller ein und platziert sie in einer historischen Kulisse.
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Dass die realistisch ist, weiß Karl Banghard. Vor allem, was die Darsteller hier an Kleidung zeigen, sagte der Leiter des Freilichtmuseums, entspricht dem aktuellen Forschungsstand. Die zwölf Menschen, die im großen Langhaus saßen und eigens für die Dreharbeiten Breie kochten, sponnen, Metalle handelten oder Schmuck fertigten, sind bestens informiert.
Das sorgt durchaus für Überraschungen: Die Gewänder waren sehr farbenprächtig und die Stoffe fein, berichtete Banghard. Und um den Eindruck zu komplettieren, stellte das Freilichtmuseum in Detmold sogar zwei Rinder. Zwar ist nicht nachgewiesen, dass die Siegerländer Höhenviecher auch von den Stämmen gehalten wurden. Sie gehören allerdings einer alten Rasse an.
Nutzvieh, Umhänge, Hosen und Handwerk der Germanen ins rechte Licht zu rücken, das machte Maiwald, der Vater der Sachgeschichten, am Sonntag alles selbst. Auch die Klappen gab das wohl bekannteste Gesicht der Sendung mit der Maus.
Jede Einstellung besprach er vorab mit dem Kameramann. Der muss wissen, was mit einer Kameraeinstellung in der Sendung letztlich vermittelt werden soll. Und dabei ist Maiwald merklich genau. Schließlich soll am Ende alles in der berühmten Art der Sachgeschichten erzählt sein.
Etwa 15 Szenen, das entspricht ungefähr einer Stunde Rohmaterial, hatte die Maus-Redaktion am Sonntagabend gedreht. An etwa 14 weiteren Orten wurde und wird noch gedreht. Höhepunkt: die Inszenierung der Schlacht selbst. Dann stellen 16.000 Playmobil-Männchen die drei römischen Legionen dar. Das ist eben typisch Maus.
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