P[Betrachtungen]::Technik und Ordnung der Verlinkung

Kohäsion über Links

Die zusätzliche Qualität eines Hypertextes ergibt sich aus seiner problematischen Struktur. Links verbinden die lose nebeneinander stehenden Texteinheiten, fügen sie aber wiederum in anderer Weise zusammen als von einer Seite zur nächsten zu verlinken. Das hieße, die lineare Struktur eines herkömmlichen Textes nachzuempfinden.
Seine besonderen Nutzen erhält ein Hypertext hingegen aus seiner vielgestaltigen Verbindungsmöglichkeiten, also aus der im Vergleich mit einem linearen Text relativ großen Leserfreiheit. Der Rezipient muss nicht eine bestimmte Textstelle als nächstes Lesen. Ihm bleibt die Wahl zwischen verschiedenen. Was, wie auf dieser Seite gezeigt, zum Problem werden kann. Daher muss diese sinnvoll wieder eingeschränkt werden. Statt also jede Seite mit jeder anderen zu verbinden, was denk- und technisch machbar wäre, setze ich hier gängige Techniken der Verlinkung ein.

Dazu zählt zunächst das Navigationsmenü, dessen Aufteilung sich sinnvollerweise aus der Strukturierung des behandelten Themas ableitet. Wie dies in diesem Fall gemacht ist, behandle ich weiter unten.
Zusätzlich sind verschiedene textuelle Einheiten – in der Semantik meiner Autorensystems Seiten –, die zudem thematisch zusammenhängen, untereinander verlinkt. Von jeder Seite eines thematischen Bereiches – als Abschnitte im Autorensystem bezeichnet – gelangt man zu jeder anderen desgleichen Abschnittes.
Zudem gibt es die Möglichkeit quer durch die Seiten zu navigieren, dies sind die so genannten Lesepfade. Darüber hinaus sind Querverweise definiert, die aus linearen Texten bekannt sind, etwa in der Form "siehe Seite XX".

Anordnungen und Strukturierungen

Wie ist nun diese Seite organisiert?
Der erste Abschnitt (thematische Bereich) umfasst im weitesten Sinne die Formalia einer Seminararbeit: ein Deckblatt, eine kurze Einleitung, ein Literaturverzeichnis und ein Inhaltsverzeichnis. Dieses orientiert sich in linearen Arbeiten an den Seitenzahlen, die einen Hypertext ad absurdum führen würden. Diese Übersicht ahmt ein Seitenverzeichnis nach, für das sich die Bezeichnung sitemap etabliert hat.

Der zweite Abschnitt formuliert die Thesen der Arbeit, kennzeichnet den Untersuchungsgegenstand und leitet in Grundannahmen ein. Dieser Abschnitt hatte allerdings gewissermaßen eine Zwitterfunktion: er übernimmt nämlich zugleich die Aufgabe eines Resümees. Das lässt sich in einem Hypertext schwerlich positionieren. Es ist schließlich zwar einigermaßen festgelegt, wo ein Leser anfängt, allerdings nicht, wo der Rezeptionsprozess aufhört, was überlicherweise durch ein Schlusswort oder eine Zusammenfassung gekennzeichnet ist.

Die übrigen beiden Teilen enthalten den Großteil des Textes und die eigentliche Argumentation: Mit "Analysen" ist – zugegeben etwas unpassend – jener Abschnitt überschrieben, der das begriffliche und methodische Vokabular erarbeitet, beziehungsweise den sozial- und kulturgeschichtlichen Kontext der Quellen erhellt. Im Abschnitt "Quellen" schließlich erfolgt die Darstellung der Geisterfotografie und der okkulten Fotografie.

Erstellt am: 29. März 2005, generiert: 17:01 Uhr. Ver: 0.5 Valid: XHTML | CSS