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Ein breites Spektrum der Geisterfotografien hat vor allem den Anspruch zu dokumentieren. Kontakt mit der Geisterwelt kommt durch Phänomene zustande, die heute als paranormal bezeichnet werden. Bei den Geschwistern Fox ist es die Interpretation von Klopfzeichen, die aus dem Reich der Toten stammen.
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Auch spontan erklingende Musik wird als ein solches Zeichen aus der Geisterwelt angenommen. Am beeindruckendsten sind allerdings wohl die physikalischen Erscheinungen.
Zentrales Element der Séancen sind die Medien, die als Mittler zwischen den Welten auftreten. Dies ist bereits in den Anfängen verwurzelt, als die Geschwister Fox sich als speziell begabt beschreiben. Allen Medien ist in der spiritistische Praxis eine besondere körperliche und seelische Konstitution zugeschrieben, die es ihnen erlaubt, mit den Geistern in Kontakt zu treten und deren Einfluss in der normalen Welt physikalisch fassbar zu machen.
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Abbildung 1: Eine prototypische Bildreihe zur Dokumentation physikalischer Phänomene während eines Séance. In dramatischer und untrüglicher Weise scheinen die Bilder deren Realität nachzuweisen. Entnommen aus: Loers, Reich der Phantome, Bildteil, Abbildung 100
Seit 1860 hatte sich das Erscheinungsrepertoire der Séancen herausgebildet: Schwebende Tische gehörten zu dem am meisten beachteten Phänomen, um das eigene Kontroversen kreisten.
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Auch andere Gegenstände wurden "von Geisterhand" zum Levitieren gebracht. Unerklärliche Leuchterscheinungen und Kommunikation mit den Toten über automatisches Schreiben – das Medium schrieb in Trance, angeblich von von seinem Kontrollgeist angeleitet, Nachrichten für die Anwesenden –, gehörten zu den häufigsten Phänomenen. Es kam sogar zu den Materialisationen von Geistern.
Die waren jedoch nur subjektiv erlebbar. Was in einem religiösen Umfeld wohl gleichgültig blieb – doch im wissenschaftlichen Spiritismus näherte man sich unter Zuhilfenahme von Logik und Methode den Séance-Erscheinungen. Der Fotografie fiel hier die Rolle eines unbestechlichen Beobachters zu.
Bereits in den 1870er Jahren findet sich der Vorläufer zu Schrenck-Notzings Untersuchungen, bei denen Bilder eine gleichartige Rolle einnehmen (Siehe Argumentation) . Der deutsche Arzt jedoch verändert in seinen Sitzungen die Elemente der Séance, während etwa Sir Williams Crookes unmittelbarer in der spiritistischen Tradition bleibt. Da Schrenck-Notzing die Versuche von Crookes kennt und sich in seinem Vorwort direkt von ihnen distanziert, möchte ich sie hier kurz vorstellen.
Abbildung 2: Das bekannteste Bild der Trancepersönlichkeit "Katie King", die vom Medium Florence Cook in Trance erzeugt wurde.
Sir William Crookes war ein bekannter Physiker und Chemiker, der sich in seit 1870 mit mediumistischen Phänomenen mit wissenschaftlichem Anspruch befasste. Er traf 1873 auf die damals 17-jährige Florence Cook. Diese hatte bereits als Kind übersinnliche Erfahrungen gemacht und schon früh die Fähigkeit zu Levitationen und automatischem Schreiben gezeigt. Später materialisierte sie die Trancepersönlichkeit "Katie King", die sich während der Séance in Crookes' Haus zeigte.
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In drei Hinsichten sind die Berichte von der Erscheinung außergewöhnlich. Zunächst erscheint die als extrem schön beschriebene King bei voller elektrischer Beleuchtung.
Abbildung 3: In den Kontroversen um die Experimente von William Crookes diente dieses Bild als Nachweis, dass das Medium Cook die Figur "King" nicht selbst darstellte.
Des Weiteren lässt sie sich anfassen und spricht mit den Sitzungsteilnehmern. Drittens stand für Crookes sein Ruf als Naturwissenschaftler auf dem Spiel. Dies war der Grund für die Angehörigen, nach Crookes Tod die Bilder der Séancen weitgehend zu vernichten.
Die Erscheinung King betrat bei den Sitzungen das Zimmer durch eine Tür, die ausgehängt und durch einen Vorhang ersetzt wurde. Das Medium Cook lag dabei in Trance auf einem Sofa. Medium und Erscheinung waren also zugleich sichtbar.
Damit schienen also als Transfigurationen bezeichnete Verkleidungen der Medien, die dann selbst ihre Trancepersönlichkeiten darstellten, ausgeschlossen.
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