Kontroversen um die Experimente
In Zeitschriften und mit Publikationen reagieren zahlreiche Naturwissenschaftler auf die Veröffentlichung der Dokumentation. Schrenck-Notzing selbst verfasst im gleichen Jahr eine Erwiderung auf die Reaktionen unter dem Titel Kampf um die Materialisationsphänomene.
Beispielhaft sei hier die Betrachtung der Münchner Medizinerin Dr. med. Mathilde von Kemnitz aus der Menge der die Versuche kontrovers diskutierenden Literatur herausgegriffen.
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Kemnitz betrachtet – und damit dürfte sie eine prototypische Vertreterin der Kontroversen sein – beinahe ausschließlich die Betrugsmöglichkeiten des Mediums.
Zwar räumt sie sein, Schrenck-Notzing habe mit seine Maßnahmen, anders als viele okkulte Forscher vor ihm, gewisse Betrugserschwernisse eingeführt. Ein lückenloser Beweis unter völlig kontrollierten Bedingungen, den sie einfordert, bliebe allerdings aus.
Im Einzelnen befasst sich Kemnitz mit den Möglichkeiten des Einschmuggelns von Stoffen und Pappen in die Sitzungen wobei die These, Derartiges sei von Eva C. im Rache oder dem Rektum versteckt worden, sehr prominent verhandelt wird.
Zudem konzentriert sich die Diskussion auf die Annahme einer anatomische Besonderheit des Mediums: Die Ruminationsthese geht davon aus, Eva C. habe über keinen natürlichen Würgereflex verfügt und sei so in der Lage gewesen, Gegenstände ohne Geräusche und Mühe aus dem Magen in den Mund zu transportieren.
Die Betrachtungen allerdings konzentrieren sich auf die äußeren Umstände der Versuche. Kemnitz betont, dass allein das Kabinett zahlreiche Betrugsmöglichkeiten überhaupt erst ermögliche.
Fotografische Betrugsmöglichkeiten diskutiert sie nicht. Im Gegenteil: Dem Gebrauch zahlreicher Apparate unterstellt sie das größte Hemmpotenzial im Hinblick auf den Betrug.
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