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In dieser Arbeite möchte ich vor allem den auf der vorherigen Seite angedeuteten Wandel aufzeigen:
Das Medium Fotografie wurde immer mehr die Rolle eines Beweismittels zugesprochen. Wohlgemerkt beziehe ich das nur auf die Geisterfotografie, die in der Tradition William Mumlers ab 1860 prominent war und die Fotografie bei Séancen, um die Felder anhand ihrer Motive abzugrenzen.
Nicht betrachtet sind hier Gedanken- und Strahlenfotografie, da sie nicht in den Bereich der normalen Licht-Fotografie fallen. Sie unterscheiden sich vor allem dadurch, dass andere Strahlen als sichtbares Licht Bilder erzeugen.
Ich frage hier allerdings auch danach, warum man der Kamera zuschreibt etwas abbilden zu können, was das Auge zwar sehen könnte, aber wofür es nicht (licht-)empfindlich genug ist.
Eine wesentliche Antwort auf die Frage gibt – bezieht man die ebendaanfänglichen Überlegungen zum medialen Charakter der Fotografie eine – im ein Blick auf die Rolle der Fotografie in Spiritismus und Okkultismus.
Diese beiden Strömungen werden kurz vorzustellen und idealtypische Quellen eingehender zu betrachten sein.
Zugleich soll hier aufgezeigt werden, dass sich die Kompetenzen im Umgang mit der Fotografie während etwa 50 Jahren wandelten. Dazu gehören auf der Ebene der Individuen technische Fähigkeiten auf diesem rasch fortschreitenden Anwendungsgebiet der chemischen und optischen Wissenschaften. Zugleich jedoch prägten sich kulturelle Kompetenzen aus, die notwendig sind, um entscheiden zu können, was überhaupt auf Bilder zu sehen ist – wie erwähnt tragen sie ihre Bedeutung nicht in sich!
Deutlich werden soll dies anhand der Bilder aus Schrenck-Notzings Hauptwerk Materialisationsphänomene. Das Werk ist bereits in hohem Maßen um die Interpretation der Bilder herum aufgebaut. Für den Autor zeigen sie eben nicht einfach ausgeschnittene Papiere in Handform, sondern nach den unterbewussten Ideen des Mediums geformtes Teleplasma.
Weiterführendes
Das hier unterlegte Verständnis von Fotografie ist im Abschnitt Fotografie als historische Quelle eingehender behandelt.
Zugleich müssen, bevor die Quellen (Siehe Seite paranormale Fotos) betrachtet werden können, die diskursiven Rahmen geklärt werden. Welche Rolle die Fotografie in den übersinnlichen Phänomenen jeweils einnimmt, entscheidet sich anhand der Begrifflichkeiten des "Spiritismus und Okkultismus", siehe Abschnitt: Okkultismus.
Mit der Form dieses Textes befasst sich der Abschnitt Ein wissenschaftlicher Hypertext. Hier wird auch seine Strukturierung erläutert.
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